Über uns

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Liebe Nachwuchsmusiker,

Ihr habt Spaß an Kammermusik,
wollt mit anderen zusammen spielen?

Nicht nur im Orchester, sondern auch einmal als Trio, Quartett oder Quintett? Ihr würdet gerne richtig regelmäßig miteinander arbeiten, voneinander lernen und ausprobieren was ihr miteinander erreichen könnt? Möglichst auch zusammen auftreten oder vielleicht als Ensemble bei Jugend musiziert teilnehmen?

Wir wollen euch dabei unterstützen.

In der Initiative Jugend-Kammermusik bietet wir euch regelmäßigen Kammermusik-Unterricht bei engagierten, erfahrenen Hamburger Dozenten, sowie Auftrittsmöglichkeiten in und um Hamburg. Dabei sind die Kosten durch Jahresstipendien abgedeckt, für jeden Stipendiaten fällt lediglich ein Organisationsbeitrag von 50 Euro an.

Ensemblegeist tanken DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

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Radiosendung vom 23.12.2019 auf Deutschlandfunk Kultur BEITRAG HÖREN

VIDEO


Kurstag und Stipendiatenkonzert in der Musikhochschule Hamburg 2014.
Ein Porträt von Projekt und Stipendiaten. Film: Therese Ulrich, Springfilm-Produktion.

IJK BILDERGALERIE

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Dieser Bereich ist passwortgeschützt. Bitte auf das Vorschaubild klicken. Foto: Jo Larsson

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Jahresresümee 2020-2021

Im Förderjahr 2020/21 konnten wir sieben Ensembles Kammermusikunterricht anbieten: neben den beiden Streichquartetten Atria und Melete und drei Streichsextetten gab es ein Klaviertrio und ein Quartett mit Flöte und Streichtrio.

Das Atria Quartett erspielte sich noch im vergangenen Schuljahr bei Jugend musiziert neben einem ersten Preis einen Sonderpreis des Fördervereins. Dieser beinhaltete einen Meisterkurs in Berlin bei dem Vision String Quartet. Hier arbeiteten sie intensiv an einem Stück von Edward Elgar „Introduktion und Allegro für Quartett und Orchester“ welches sie im Januar 2021 in der Großen Laeiszhalle mit der Hamburger Camarata aufführen sollten. Dieses Konzert wird nun am 26. September um 11 Uhr nachgeholt. Sehr inspirierend war auch die Arbeit an SAMBA, einem Stück des Vision String Quartetts.

Das Melete Quartett hatte im Sommer noch einen großartigen Auftritt im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte.

Leider gab es wegen der Coronamaßnahmen der Stadt Hamburg keine weiteren Konzerte. Das war und ist für uns Musiker existenzbedrohend, lebt doch die Kammermusik vom Austausch mit dem Publikum. Wo wir sonst eine Vielzahl von Konzerten mit unseren Ensembles veranstalten konnten, blieb uns als Probenziel, von unserer Musik Videoaufnahmen zu machen.

Die drei Sextette und das Flötenquartett nahmen mit diesen Videos am online durchgeführten Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und erspielten sich auf Landesebene erste Preise. Das Flötenquartett erhielt volle Punktzahl und einen Sonderpreis.

Am 12. Juni veranstalteten wir ein internes Prüfungskonzert im großen Saal der Alfred Schnittke Akademie.

Da die Probenarbeit als Vorbereitung auf eine Prüfung durch die Coronaverordnung erlaubt ist, konnten wir auch im Winterhalbjahr unserem Bildungsauftrag nachkommen. Für uns Dozenten und für die Jugendlichen war das eine musikalische Oase inmitten kulturellem Stillstandes.

An Meisterwerken von Mozart, Dvorak, Clara Schumann und vielen anderen konnten wir erüben, was in unserer Gesellschaft seit nunmehr 18 Monaten scheinbar keine Rolle mehr spielt: das Ausloten von Verhältnissen durch das Wahrnehmen von allen Stimmen.

Die musikalische Arbeit hat viel mit Proportionen zu tun. Immer wieder von Neuem gilt es zu empfinden: welches Piano im Verhältnis zu welchem Forte, wie viel Ritardando im Verhältnis zum Grundtempo. Auch das Intonieren eines Akkords gelingt immer nur, wenn alle wissen worauf sie hören müssen und jederzeit bereit sind, Kompromisse einzugehen.

„Man hört vier vernünftige Leute sich unterhalten“ Goethes berühmtes Apercu vom Streichquartett fasst es treffend zusammen.

Unser Prüfungskonzert und weitere Videos können Sie auf unserem Youtube-Kanal nachhören unter
https://www.youtube.com/playlist?list=PLuNwtCiqrw3nxA2EYMEgndu1EeMRk7WR7

Hoffen wir, dass es bald Livekonzerte ohne Auflagen gibt, damit wieder „vernünftige Gespräche“ stattfinden können.

Michael Holm