Über uns

Spass-an-Kammermusik2

Liebe Nachwuchsmusiker,

Ihr habt Spaß an Kammermusik,
wollt mit anderen zusammen spielen?

Nicht nur im Orchester, sondern auch einmal als Trio, Quartett oder Quintett? Ihr würdet gerne richtig regelmäßig miteinander arbeiten, voneinander lernen und ausprobieren was ihr miteinander erreichen könnt? Möglichst auch zusammen auftreten oder vielleicht als Ensemble bei Jugend musiziert teilnehmen?

Wir wollen euch dabei unterstützen.

In der Initiative Jugend-Kammermusik bietet wir euch regelmäßigen Kammermusik-Unterricht bei engagierten, erfahrenen Hamburger Dozenten, sowie Auftrittsmöglichkeiten in und um Hamburg. Dabei sind die Kosten durch Jahresstipendien abgedeckt, für jeden Stipendiaten fällt lediglich ein Organisationsbeitrag von 50 Euro an.

VIDEO

Kammermusik-Kurstag und Stipendiatenkonzert in der Musikhochschule Hamburg.
Ein Porträt von Projekt und Stipendiaten. Film: Therese Ulrich, Springfilm-Produktion.

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Jahresresümee 2017-2018

In diesem Kammermusikjahr konnten wir Ensembles von Trio- bis Sextettbesetzung fördern. In mehr als fünfzehn Konzerten und im Wettbewerb Jugend musiziert waren großartige musikalische Leistungen zu hören.

Neben den beiden Kurstagen fanden Konzerte im festlichen Rahmen statt: Sei es im Mahnmal St. Nicolai, im Mendelssohnsaal der Hochschule für Musik, beim Stiftermahl im Hamburger Rathaus und in dem herrlichen Saal von Feldtmann kulturell in der Tesdorpfstraße 13: Auftrittsmöglichkeiten gab es reichlich!

Unser jüngstes Ensemble (11 bis 13 Jahre) spielte im Hansatheater und in der Großen Laeiszhalle das Flötenquintett von Andreas Romberg, überzeugte damit auch die Jury im Bundeswettbewerb in Lübeck und erspielte sich einen ersten Preis. Ebenfalls einen ersten Bundespreis erhielt das gemischte Sextett aus Bläsern und Streichern in der Besetzung Klarinette, Horn, Klavier und Streichtrio mit dem Vortrag eines 35-minütigen Werkes von Ernst von Dohnanyi. Ein zweiter Preis auf Bundesebene ging an ein Streichsextett, die Werke von Erwin Schulhoff und Alexander Borodin darboten.

Daneben gab es auch Ensembles, die ohne Wettbewerbsteilnahme mit viel Einsatz bei der Sache waren. Das Fanny Quartett, welches im Jahr davor schon in der IJK gefördert wurde, war mit abendfüllenden Programmen im Torhaus Wellingsbüttel und im Museum für Hamburgische Geschichte zu hören. Die vier haben sich auch für das kommende Förderjahr qualifiziert und bereiten sich im Moment auf einen großen Konzertauftritt im Herbst vor.

Es freut uns in diesem Zusammenhang besonders, dass viele Wiederholer teilgenommen haben, sei es, wie im Fall des Fanny Quartettes, dass sich ein Ensemble ein zweites oder drittes Mal bewirbt, oder, was häufiger vorkommt, sich einzelne Stipendiaten wieder für neu zu bildende Ensembles bewerben. Hier scheint der „Kammermusikfunke“ übergesprungen zu sein! Die Herausforderung sich immer wieder neu auf andere Mitspieler einzulassen, schult im hohen Maße musikalische wie auch soziale Kompetenzen. Das prägt fürs Leben, wie wir von ehemaligen Stipendiaten hören.

Im Alltag ist die erste Hürde oft schon einen gemeinsamen Probentermin zu finden. Bewusst legen wir Dozenten viel Organisatorisches in die Hände der Jugendlichen. Das hat in diesem Jahr recht gut geklappt. Besonders die Älteren haben sich zwischen den Dozententerminen eigenständig getroffen. Dadurch war die Arbeit sehr effektiv und im Ergebnis überzeugend. Zum bewährten Dozententeam konnten wir den Geiger Ralf Kröger dazugewinnen. Er ist mit großem Engagement eingestiegen, das Feedback der Jugendlichen war durchweg positiv.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Kollegen und besonders bei Frau Feldtmann bedanken, für die Ermöglichung und Durchführung dieses erfolgreichen Förderjahres.

Ein großer Dank geht auch an die Hamburger Kulturstiftung sowie deren Treuhandstiftungen für die Unterstützung der IJK.

2018/2019 möchten wir erneut 9 Ensemblestipendien vergeben. Das Niveau beim Auswahlvorspiel und die Menge der Bewerber war beachtlich, sodass wir uns auf die kommende Arbeit freuen können!

Michael Holm